Baustein C   

Weiterbildung zur Gestalttrainerin/zum Gestalttrainer


Voraussetzungen:
Die Teilnahme am Baustein C setzt die Graduierung nach Baustein A und B voraus.
Bau­stein B kann gleichzeitig mit Baustein C durchlaufen werden.
Die Graduierung B muss jedoch vor C abgeschlossen werden.

1. Ziele

Die Ziele des Bausteins C knüpfen an die in den Curricula A und B erworbenen Kompetenzen an und führen immer mehr in den öffentlichen gesellschaftlichen Raum.


Die fachliche Kompetenz erbringt die Fähigkeit gestaltpädagogische Fortbildungsveranstaltungen zu organisieren und zu leiten sowie allgemein als Referentin / Referent für Gestaltpädagogik zur Verfügung zu stehen.
Die beratende Kompetenz befähigt die Kandidatin / den Kandidaten Gruppen reflektiert und heilbringend zu leiten. Sie / Er stellt sich auch zur Ver­fügung, im Sozialbereich in Krisen und Notfällen beizustehen.
Die personale Kompetenz zeigt sich Gruppen und der Öffentlichkeit gegen­über durch authentische Kommunikation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Die soziale Kompetenz zeigt sich darin, dass die Kandidatin / der Kandidat die sozialen und gruppendynamischen Abläufe in Klein und Großgruppen erken­nen und sie sach und persongemäß mitzugestalten.
Die politische Kompetenz wirkt sich in der Übernahme von Verantwortung in Kirche, Staat und Gesellschaft aus.
Die religiöse Kompetenz äußert sich dadurch, dass die Kandidatinnen und Kandidaten (selbständig) religiöse Gruppenveranstaltungen wie Einkehrtage u.a. leiten, Liturgie gestalten, in ihren Gemeinschaften wie Familie, Lehrkörper, Klasse usw. Religiosität und Spiritualität verwirklichen helfen.

2. Curriculum

Bereiche

Stundenanzahl
Gestaltgruppenleitung unter Supervision

90 Stunden
Methodenschulung
Gruppendynamik (30 Std.)
Einführung in die Psychodiagnostik

60 Stunden
Theorie aus Humanwissenschaften und Theologie

36 Stunden
Berufsethik und Rechtsfragen

10 Stunden
Fachspezifische Einzelsupervision

24 Stunden


Gesamt:
220 Stunden

Durchführungsbestimmungen:

Durchführungsbestimmungen:
Das Modul Gestaltgruppenleitung unter Supervision wird in der Regel im Rahmen des Co-Trainings in einem Grundkurs absolviert.
Als Pflichtseminare gelten eine Einführung in die Gruppendynamik im Ausmaß von mindestens 30 Stunden sowie die Einführung in die Psychodiagnostik.

3. Graduierung

Die Graduierung wird vom Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Graduierungsausschuss vorgenommen.
Voraussetzungen für die Graduierung:


  • Schriftlicher Antrag auf Graduierung in C, ggf. auf Graduierung in B und C  an den zuständigen Koordinator des Graduierungsausschusses.
  • Bestätigung über die erfolgreiche Gestaltgruppenleitung unter Supervision.
  • Dokumentation der Gestaltgruppenleitung bzw. das Co-Training durch Protokolle und schriftliche Reflexionen (Selbstreflexion, Prozessreflexion, Reflexion der Entwicklung einzelner TeilnehmerInnen [anonymisiert]).
  • Teilnahmebescheinigungen über die geforderten Seminare.
  • Empfehlung zur Graduierung von wenigstens zwei Gestalttrainerinnen / Gestalt­trainern aus dem eigenen Verein (zusätzlich zu den KursleiterInnen des Co-Trainings), die der Kandidatin/dem Kandidaten bescheinigen, dass sie/er Gestaltkurse selbstständig und in Eigenverantwortung leiten kann.
  • Selbstverpflichtung zur Kooperation mit den übrigen Gestalttrainerinnen / Ge­stalttrainern in der ArGeIGS, die von den einzelnen Vereinen spezifiziert werden kann (z.B. Teilnahme an Weiterbildungen).
  • Graduierungskolloquium.


Die Graduierung berechtigt die Kandidatin / den Kandidaten,
sich "Gestalttraine­rin" bzw. "Gestalttrainer“ des jeweiligen Vereins zu nennen.


Eine Ablehnung der Graduierung kann, muss aber nicht begründet werden.
Weite­re Auflagen können erteilt werden.